Sie sind hier: Geschichte

Am 31.3.1171

stellte Mengoz von Fronhofen die älteste Urkunde im "Castrum Egge" als
Hüter der welfischen Hausmacht aus. Diese Befestigungsanlage ist
noch heute im Revier Ebenweiler, Abt. Burgstall, deutlich zu erkennen.

Zwischen 1220 und 1230

erhält Eberhard als Reichministerialer der Staufen die Reichsfeste "Königsegg"
König Heinrich VI. Eberhard führt seitdem den Namen Königsegg neben
seinen Brüdern, welche den Namen Fronhofen weiterbehalten.

1286 erhält Ulrich von König

Rudolf vom Habsburg die Vogtrechte über Hosskirch verpfändet, wird Landrichter und
Vogt zu Frauenfeld, Landvogt
für Oberschwaben mit Sitz in Weingarten (1347). Von
da
ab beginnt die Familie, gestützt durch das Haus Habsburg, mit dem Ausbau ihrer
Besitzungen
in der hiesigen Gegend (der Königsegg wird Eigentum) in enger
Verbindung mit der
Kirche, den Klöstern, dem Deutschen Orden und der Städte.

Um 1350 kommt

Aulendorf in die Hand der Familie Königsegg.
1389 wird Stefansreute, das heutige Zentrum der Landwirtschaft, das erstemal erwähnt.
1417 wird Unterwaldhausen erworben.
1482 Ruprechtsbruck wird erworben.
1490 wird Marquard Reichsfreiherr.
Zwischen 1564 und 1566 wird Oberstaufen und Rothenfels gekauft.
1597 wird das Hofgut Unterrauhen erworben und bleibt
bis 1806 im Besitz der Familie 

Zu Beginn des 16.Jahrhunderts

wächst die Herrschaft Aulendorf mit Ebenweiler sowie die Herrschaft Königseggerberg
mit Hosskirch, Wald und Riedhausen zu einem Bereich zusammen.
1525 werden diese beiden Besitze durch Vereinbarung der beiden
Vettern Hans und
Dionys auf der Linie
Königsegg-Aulendorf vereint.
Durch die Verträge 1622, 1632 und 1662 zwischen Johann Georg und Haug erfolgt die
Teilung in die Linie Königsegg-Aulendorf und Königsegg-Rothenfels. Ab diesen Jahren
stellt die Familie Königsegg in unterbrochener Reihenfolge die Landvögte in
Oberschwaben.

1629 wird Johann Georg

in den erblichen Grafenstand erhoben, Aulendorf wird
Reichgrafschaft.
1733 erfährt der Besitz eine wesentliche Erweiterung. Durch Erbschaft seiner Mutter
erhält Karl Seyfried Ober-und Unterlanzendorf in Österreich, Pruskau, Illava und St.
Lorenz in Ungarn. Zu dieser Zeit wird das alte Schloss in Königseggwald (1311 bis 678)
ganz abgerissen und durch den französischen Architekten D' Ixnard neu aufgebaut.
Ebenso wird die Fassade dem alten Schloss in Aulendorf hinzugefügt.

1785 wird

das Hofgut Wannenberg gebaut. Die großen Waldgebiete, ostwärts der
Schussen (Thann und Hohwald), werden erworben. Die damaligen Besitzer der
Herrschaft bemühten sich durch Jagdrezesse, Forstjudication und Jagdeinigungen mit
den Nachbarn alte Rechte und Gerechtigkeiten zuklären und zu fixieren.
Am 9.9.1806 wurde die Grafschaft Königsegg-Aulendorf vom Königreich Württemberg
übernommen und vereinnahmt. Die Landvogtei in Weingarten wurde aufgelöst. Die
Familie wurde also vor große persönliche wie auch wirtschaftliche Probleme gestellt.

1828 wird

Ober- und Unterlanzendorf verkauft. In diese Zeit fällt auch der Abbruch der
Befestigungsanlage auf dem Königsegg und der Bau der Domäne
Watt aus dem
Abbruchmaterial.
Vom Jahr 1853 ist die erste Revierchronik erhalten. Seit 1855 werden laufend
Forsteinrichtungswerke erstellt.
Mit dem Jahr 1863/64 beginnt die durchlaufende Reihenfolge der Jahreshauptbücher
nach Konten und Sachgebieten geordnet.

Wenn nach 1806

die ungarischen Besitze Hauptaufenthaltsort der Familie war, wurde
mit Franz Xaver (1858-1927) Aulendorf 1881 wieder zur Residenz.
1916 wurden die zwei ungarischen Herrschaft Pruskau und Illava aus politisch und
persönlichen Gründen verkauft.
1928/29 kam der Betrieb in große fianzielle Schwierigkeiten,
aus denen man sich nur
durch grössere Veräußerungen u.a. Schloss Aulendorf (1941) sanieren konnte.
1935 Umzug der Familie und der Verwaltung von Aulendorf nach Königseggwald.

Mit dem Tode Erwin Graf zu Königsegg (1891-1951)

ging die
Königsegg-sche Herrschaft auf Johannes Graf zu Königsegg-Aulendorf über.